Christian Hermes

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Vorlage:Export Christian Hermes (* 5. Mai 1970 in Baden-Baden) ist ein römisch-katholischer Geistlicher, der seit 2011 als Stadtdekan von Stuttgart und Dompfarrer der Domgemeinde St. Eberhard amtiert. Seine Haltung, zuletzt im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg, gegen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit, namentlich gegen die Alternative für Deutschland, wurde in der regionalen und überregionalen Presse rezipiert.[1][2][3][4][5] Im Fernsehen trat er unter anderem als Gast in der SWR Landesschau aktuell SWR Landesschau[6] und im SWR Nachtcafé[7] auf.

Leben[edit | edit source]

Christian Hermes wuchs in Weisenbach auf. Nach dem Erlangen der allgemeinen Hochschulreife am Gymnasium Gernsbach im Jahre 1989 begann er das Studium der katholischen Theologie und der Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Hierfür hatte er ein Stipendium der Bischöflichen Studienstiftung Cusanuswerk. Während seines Studiums war Christian Hermes ein Jahr in Paris und führte dort sein Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Gesellschaft Jesu „Centre Sèvres“ sowie am Institut Catholique de Paris fort. Im Jahre 1995 erhielt er sein Diplom und legte die erste kirchliche Dienstprüfung ab. Zwischen 2004 und 2008 erarbeitete er seine staatskirchenrechtliche Dissertation Konkordate im vereinigten Deutschland, aufgrund der er durch die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen zum Dr. theol. promoviert wurde.

Beruflicher Werdegang[edit | edit source]

Nach seinem Diplom 1995 arbeitete Christian Hermes als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Philosophische Grundfragen der Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Ab 1997 war er wissenschaftlicher Koordinator des DFG-Graduiertenkollegs Ars und scientia im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit sowie theologischer Mitarbeiter und später persönlicher Referent von Bischof Walter Kasper. Im Jahre 1999 wurde er persönlicher Referent von Diözesanadministrator Weihbischof Johannes Kreidler und im Jahr 2000 persönlicher Referent von Bischof Gebhard Fürst. Im Jahre 2002 hatte er seine Diakonenweihe und anschließend sein Diakonat in Rottweil in der Seelsorgeeinheit St. Pelagius. 2003 hatte er seine Priesterweihe mit anschließendem Vikariat in Leutkirch i. Allgäu in der Seelsorgeeinheit St. Martin. 2004 führte er sein Vikariat in Tübingen in der Gemeinde St. Petrus fort, mit einer Teilfreistellung zur Promotion. Zwischen 2007 und 2011 war er Pfarrer von St. Elisabeth und St. Clemens (Leiter der Seelsorgeeinheit Stuttgart 4). Im Jahre 2010 wurde er stellvertretender Stadtdekan von Stuttgart (Dekan für Soziales und Kindertagesstätten). Seit 2011 ist er Stadtdekan von Stuttgart und Dompfarrer der Domkirche St. Eberhard Stuttgart.

Auszeichnungen[edit | edit source]

Veröffentlichungen[edit | edit source]

Monographien
  • Konkordate im vereinigten Deutschland. Zugl. Diss. Univ. Tübingen 2008, Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7867-2763-7
Kunstführer
  • Domkirche St. Eberhard Stuttgart. Fotos: Joachim Feist, Kunstverlag Fink, Lindenberg 2013, ISBN 978-3-89870-819-7
  • Pelagiuskirche Rottweil-Altstadt. Fotos: Joachim Feist, Kunstverlag Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-497-7
Aufsätze
  • Kirchlich-politische Wachsamkeit. Die AfD als Prüfstein. In: Stefan Orth, Volker Resing (Hrsg.): AfD, Pegida und Co. Angriff auf die Religion? Herder, Freiburg 2017, ISBN 978-3-451-27466-4
  • Das Netz auf der rechten Seite auswerfen: Erfahrungen eines Pfarrers in Europas größtem Business-Netzwerk Xing. In: Communicatio Socialis Bd. 43, 2010, S. 173-183
  • Wie nach dem Tod fragen? Eine philosophische Meditation über die Frage nach dem Tod und ihre un-mögliche Beantwortung. In: Communio 33 (2004), S. 544-558
  • Mit Walter Kasper: Humanität als Bildungsziel: Präliminarien zu einem neuen Verständnis jeseits ökonomischer Reduktionismen und medialer Simulationen. In: Christoph Th. Scheilke (Hrsg.): Religion, Ethik, Schule: bildungspolitische Perspektiven in der pluralen Gesellschaft. Waxmann, Münster u.a. 1999, ISBN 3-89325-697-0, S. 95-113

Weblinks[edit | edit source]

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. Rüdiger Soldt: "Die AfD ist der Zwilling der Islamisten". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. April 2016
  2. Bernhard Honnigfort: Ein Pfarrer kämpft gegen die AfD. In: Frankfurter Rundschau, 27. April 2016
  3. Bernhard Honnigfort: Ein Priester, der sich mit der AfD anlegt. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 27. April 2016, ebenso in der Berliner Zeitung
  4. Stuttgarter Stadtdekan kritisiert AfD-Parteiprogramm. domradio.de, 2. Mai 2016
  5. Katholischer Stadtdekan will kein "Stugida", Evangelischer Pressedienst, 23. Dezember 2014
  6. Gast aus Stuttgart: "Monsignore" Christian Hermes, SWR Landesschau aktuell Baden-Württemberg, 23. Dezember 2016
  7. Im Rausch der Geschenke - was uns an Weihnachten wichtig ist, Nachtcafé (Talkshow), 25. November 2016

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